Mittwoch, 25. Juli 2007

From Singapore to Tokyo

Hallo zäme!

Langsam aber sicher geht mein Business Trip dem Ende zu! Hier einige weitere, zum Teil sehr witzige, Stories aus der grossen weiten Welt!

Am Montag Abend war wieder so ein social Event in Singapore geplant. Wir gingen mit der ganzen Sippschaft aus Singapore, Malaysia und Indien essen. Es gab natürlich wieder ganz traditionell einheimisches essen…. Ich war sehr gespannt und fühlte mich auch diesmal wieder dazu verpflichtet, alles zu probieren, was mir neu schien. Unser Restaurant befand sich in der Nähe des Schiffshafens in Singapore in einem kleinen aber ausserordentlich schönen Park. Beim Eingang, und das ist übrigens überall in Singapore so, präsentierte das Restaurant die zur Verfügung stehenden Köstlichkeiten – nein, nicht etwa fixfertige Menus oder so, sondern lebendige Fische und Krebse. Dies ist wohl ein Zeichen dafür, dass die Fische dann sicher frisch sind…

Wir sassen wieder, wie auch schon in Shanghai, alle um einen runden Tisch. In der Mitte befand sich eine grosse Glasplatte, die drehbar war. So wurde auch diesmal das Essen in die Mitte gestellt und konnte von jedem genommen werden. Das Highlight dieses Abends waren sicher die riesen Krebse, welche ich kostete und auch wirklich sehr mochte! Das Fleisch ist sehr zart und schmeckt überhaupt nicht nach Fisch. Aber natürlich auch der Lobster war einfach herrlich! Nach dem Frams gings dann zurück ins Hotel.

Am nächsten Tag war das Training für die Leute aus Malaysia angesagt. Eigentlich sind das ganz angenehme Leute und, so wie ich das beurteilen kann, verhalten sich sehr „westlich“. Sie sind also offen und gesprächig, interessieren sich sehr und witzeln auch zwischendurch. Leider war nur der General Manager von Malaysia etwas ungeduldig und stellte dauernd Fragen zu Themen, die während des Trainings noch behandelt wurden. So wurde das Training etwas träge und ein bisschen mühsam. Trotzdem ging auch dieser Tag gut über die Bühne und letzten Endes waren dann doch alle User sehr zufrieden mit dem System.

Am Abend traf ich dann Sabine und Didi. Sabine ist eine der besten Freundin, die ich habe. Ich war mit Ihr ja auf der Australienreise und in Dubai. Sabine und ihr Freund Didi sind zur Zeit bzw. seit 9 Monaten auf einer Weltreise. Für mich war es aus diesem Grund sehr spannend mit ihnen zu quatschen und natürlich sehr schön, die beiden in Singapore zu treffen! Wir hatten einen tollen Abend, gingen lecker essen und genossen ein grosses Bier zusammen. Leider ging die Zeit viel zu schnell zu Ende und wir mussten uns bald schon wieder verabschieden. Als ich dann im Hotel war, war es bereits schon sehr spät bzw. nach Mitternacht. Ich packte noch meine sieben Sachen zusammen und ging nach einem Telefongespräch in die Schweiz zu bett.

Am Morgen war mein Flug um 8.30 Uhr. Die Limousine war für 6.45 Uhr gebucht und man erwartete mich in der Lobby. Doch an diesem Morgen geschah genau das, was eigentlich nicht geschehen sollte. Ich hatte doch extra noch meinen Wecker am Vorabend gestellt… Doch leider nicht richtig…. Um 7.00 Uhr klingelte dann das Telefon und ich nehm etwas verschlafen den Hörer in die Hand. Geschockt, dass ich verschlafen hatte, hatte ich genau 10 Minuten Zeit, um mein Zimmer zu verlassen und in die Limousine zu steigen. An der Reception war ich tatsächlich schon 10 minuten später (zum glück hatte ich in der Nacht schon gepackt) doch als ich auschecken wollte, dauerte das einige Zeit. Die Receptionistin druckte die Rechnung 4mal falsch… ich sagte ihr, dass ich verschlafen hätte und dringend auf den Flughafen müsse! Endlich schaffte Sie es dann noch noch und ich stieg um 7.30 in die Limousine ein (um diese Zeit hätte ich eigentlich schon am Flughafen sein müssen). Der Fahrer wusste genau um was es ging und fuhr freundlicherweise „etwas“ schneller…. Wir schafften es dann auf 8.10 am Flughafen zu sein. Zum glück flog ich Business Class… somit war das späte einchecken kein Problem und zum Glück waren die am Zoll sehr legere und liessen mich prompt durch ohne grossen Fragen und wenn und aber… so schaffte ich es genau pünktlich auf dem Gate zu sein. Man war das knapp…. Ich habe daraus gelernt und werde in Zukunft, wenn ich einen Flug habe, mich immer durch den Wake-up service von der Reception wecken lassen.
Der Flug war sehr angenehme (schliesslich flog ich wieder Business Class) und rund 7 h später landeten wir in Tokyo. In Tokyo bucht man Limousinen (bei uns würden wir das einen Car nennen) um ins Hotel zu kommen. Ich konnte bald einsteigen. Der Carfahrt zum Hotel dauerte rund 2h! Der Flughafen ist also nicht gerade um die Ecke (nein, er ist rund 100km von der Stadt entfernt. Ich kam dann um ca. 19.30 Uhr im Hotel an.


Hier noch eine kleine, peinliche und „verschissene“ Story

Ich bezog mein Zimmer, ein wirklich schönes und angenehmes Zimmer, und surfte noch ein wenig im Internet. Bald musste ich zur Toilette. Als ich das Bad betrat, staunte ich nicht schlecht: rund um den WC Ring sind verschiedene Knöpfe zu finden. Als ich mich dann noch setzte, war die Überraschung noch grösser: Der WC Ring ist geheizt!!! Ich musste schmunzeln und aber auch zugeben, dass das wirklich noch angenehm ist. Ein bisschen prekärer wurde dann die Situation, als ich mein Geschäft erledigt hatte: ich stand auf und wollte die Spülung betätigen, nur, welchen Knopf habe ich dafür zu drücken? Es gibt ungefähr 6 davon und alle sind mit Japanischer Schrift angeschrieben! Also drückte ich mal einen davon…. Und kam gleich in Stress, denn das war der Knopf der automatisch den Hintern wäscht…. Also fuhr eine art Schlauch aus, aus dem WC Ring, und begann zu spritzen. Das Problem war nur, dass ich ja meinen Hintern bereits von Hand geputzt hatte und nicht mehr auf der Schüssel sass. Das ganze Badezimmer wurde mit diesem Springbrunnen vollgespritzt und ich versuchte krampfhaft den Knopf zu finden, um dies wieder abzustellen…. Was mir dann ein paar Sekunden später auch gelang…. Doch trotzdem war das Bad bereits geflutet. Typisch Tamara, nur mir kann das passieren. Ich suchte den Spühlknopf also weiterhin und war dabei weniger experimentfreudig als noch vor 10 minuten…. Schliesslich, nach wirklich geraumer Zeit wurde ich fündig: die Spülung ist nicht ein Knopf sondern ein Hebel hinter der WC Schüssel…. Als dann genau das geschah, was ich erwartet hatte, eben die Spülung zu spülen begann, war ich sehr froh und musste wirklich laut lachen….

Noch mehr musste ich mein Lachen in der Synthes in Tokyo verkneiffen…. Hier gibt es noch einen weiteren Knopf: mit „flushing sound“ ist er angeschrieben. Doch aufgrund meines Erlebnisses vom Vorabend, wollte ich kein Risiko mehr eingehen und nicht herum experimentieren. Doch dann kam noch jemand anders in die Toilette und ich konnte im ersten Moment nicht glauben was ich hörte: der Flushing sound wird betätigt, damit man sonst nichts hört. Die Frau betätigte also diesen Sound und erledigte ihr Geschäft. Und der Sound tönt wirklich, wie wenn gespühlt wird. Aber es ist nur eine Atrappe um die anderen Geräusche zu übertönen. Ich konnte mein Lachen kaum verkneifen und fand es witzig, was in Japan alles erfunden und genutzt wird. Selbstverständlich war auch auf diesem WC der Ring geheizt, das ist wohl Standard in Japan und die Spülung war wieder hinter der Kloschüssel zu finden, tja, man lernt schnell…

So, nun ist Schluss mit peinlichen Stories… Heute werde ich noch ein Training abhalten und morgen weiss ich leider noch nicht so genau was läuft… Am Samstag dann, fliege ich wieder nach Hause! Freue mich sehr und kann es kaum erwarten in den Flieger einzusteigen bzw. in Zürich zu landen. Zwei Wochen waren doch eine lange Zeit und vor allem war es eine anstrengende Zeit. Ich habe viel erlebt und gute Erfahrungen gemacht aber jetzt bin ich wirklich froh, wieder heim zu kehren!

Wie läuft es bei euch in der Schweiz? Any News? Wie ist das Wetter? Kann ich mich auf warme Temperaturen und schönes Wetter freuen?

Wir sehen uns in der Schweiz!

Bis bald!
tämi