Mittwoch, 25. Juli 2007

From Singapore to Tokyo

Hallo zäme!

Langsam aber sicher geht mein Business Trip dem Ende zu! Hier einige weitere, zum Teil sehr witzige, Stories aus der grossen weiten Welt!

Am Montag Abend war wieder so ein social Event in Singapore geplant. Wir gingen mit der ganzen Sippschaft aus Singapore, Malaysia und Indien essen. Es gab natürlich wieder ganz traditionell einheimisches essen…. Ich war sehr gespannt und fühlte mich auch diesmal wieder dazu verpflichtet, alles zu probieren, was mir neu schien. Unser Restaurant befand sich in der Nähe des Schiffshafens in Singapore in einem kleinen aber ausserordentlich schönen Park. Beim Eingang, und das ist übrigens überall in Singapore so, präsentierte das Restaurant die zur Verfügung stehenden Köstlichkeiten – nein, nicht etwa fixfertige Menus oder so, sondern lebendige Fische und Krebse. Dies ist wohl ein Zeichen dafür, dass die Fische dann sicher frisch sind…

Wir sassen wieder, wie auch schon in Shanghai, alle um einen runden Tisch. In der Mitte befand sich eine grosse Glasplatte, die drehbar war. So wurde auch diesmal das Essen in die Mitte gestellt und konnte von jedem genommen werden. Das Highlight dieses Abends waren sicher die riesen Krebse, welche ich kostete und auch wirklich sehr mochte! Das Fleisch ist sehr zart und schmeckt überhaupt nicht nach Fisch. Aber natürlich auch der Lobster war einfach herrlich! Nach dem Frams gings dann zurück ins Hotel.

Am nächsten Tag war das Training für die Leute aus Malaysia angesagt. Eigentlich sind das ganz angenehme Leute und, so wie ich das beurteilen kann, verhalten sich sehr „westlich“. Sie sind also offen und gesprächig, interessieren sich sehr und witzeln auch zwischendurch. Leider war nur der General Manager von Malaysia etwas ungeduldig und stellte dauernd Fragen zu Themen, die während des Trainings noch behandelt wurden. So wurde das Training etwas träge und ein bisschen mühsam. Trotzdem ging auch dieser Tag gut über die Bühne und letzten Endes waren dann doch alle User sehr zufrieden mit dem System.

Am Abend traf ich dann Sabine und Didi. Sabine ist eine der besten Freundin, die ich habe. Ich war mit Ihr ja auf der Australienreise und in Dubai. Sabine und ihr Freund Didi sind zur Zeit bzw. seit 9 Monaten auf einer Weltreise. Für mich war es aus diesem Grund sehr spannend mit ihnen zu quatschen und natürlich sehr schön, die beiden in Singapore zu treffen! Wir hatten einen tollen Abend, gingen lecker essen und genossen ein grosses Bier zusammen. Leider ging die Zeit viel zu schnell zu Ende und wir mussten uns bald schon wieder verabschieden. Als ich dann im Hotel war, war es bereits schon sehr spät bzw. nach Mitternacht. Ich packte noch meine sieben Sachen zusammen und ging nach einem Telefongespräch in die Schweiz zu bett.

Am Morgen war mein Flug um 8.30 Uhr. Die Limousine war für 6.45 Uhr gebucht und man erwartete mich in der Lobby. Doch an diesem Morgen geschah genau das, was eigentlich nicht geschehen sollte. Ich hatte doch extra noch meinen Wecker am Vorabend gestellt… Doch leider nicht richtig…. Um 7.00 Uhr klingelte dann das Telefon und ich nehm etwas verschlafen den Hörer in die Hand. Geschockt, dass ich verschlafen hatte, hatte ich genau 10 Minuten Zeit, um mein Zimmer zu verlassen und in die Limousine zu steigen. An der Reception war ich tatsächlich schon 10 minuten später (zum glück hatte ich in der Nacht schon gepackt) doch als ich auschecken wollte, dauerte das einige Zeit. Die Receptionistin druckte die Rechnung 4mal falsch… ich sagte ihr, dass ich verschlafen hätte und dringend auf den Flughafen müsse! Endlich schaffte Sie es dann noch noch und ich stieg um 7.30 in die Limousine ein (um diese Zeit hätte ich eigentlich schon am Flughafen sein müssen). Der Fahrer wusste genau um was es ging und fuhr freundlicherweise „etwas“ schneller…. Wir schafften es dann auf 8.10 am Flughafen zu sein. Zum glück flog ich Business Class… somit war das späte einchecken kein Problem und zum Glück waren die am Zoll sehr legere und liessen mich prompt durch ohne grossen Fragen und wenn und aber… so schaffte ich es genau pünktlich auf dem Gate zu sein. Man war das knapp…. Ich habe daraus gelernt und werde in Zukunft, wenn ich einen Flug habe, mich immer durch den Wake-up service von der Reception wecken lassen.
Der Flug war sehr angenehme (schliesslich flog ich wieder Business Class) und rund 7 h später landeten wir in Tokyo. In Tokyo bucht man Limousinen (bei uns würden wir das einen Car nennen) um ins Hotel zu kommen. Ich konnte bald einsteigen. Der Carfahrt zum Hotel dauerte rund 2h! Der Flughafen ist also nicht gerade um die Ecke (nein, er ist rund 100km von der Stadt entfernt. Ich kam dann um ca. 19.30 Uhr im Hotel an.


Hier noch eine kleine, peinliche und „verschissene“ Story

Ich bezog mein Zimmer, ein wirklich schönes und angenehmes Zimmer, und surfte noch ein wenig im Internet. Bald musste ich zur Toilette. Als ich das Bad betrat, staunte ich nicht schlecht: rund um den WC Ring sind verschiedene Knöpfe zu finden. Als ich mich dann noch setzte, war die Überraschung noch grösser: Der WC Ring ist geheizt!!! Ich musste schmunzeln und aber auch zugeben, dass das wirklich noch angenehm ist. Ein bisschen prekärer wurde dann die Situation, als ich mein Geschäft erledigt hatte: ich stand auf und wollte die Spülung betätigen, nur, welchen Knopf habe ich dafür zu drücken? Es gibt ungefähr 6 davon und alle sind mit Japanischer Schrift angeschrieben! Also drückte ich mal einen davon…. Und kam gleich in Stress, denn das war der Knopf der automatisch den Hintern wäscht…. Also fuhr eine art Schlauch aus, aus dem WC Ring, und begann zu spritzen. Das Problem war nur, dass ich ja meinen Hintern bereits von Hand geputzt hatte und nicht mehr auf der Schüssel sass. Das ganze Badezimmer wurde mit diesem Springbrunnen vollgespritzt und ich versuchte krampfhaft den Knopf zu finden, um dies wieder abzustellen…. Was mir dann ein paar Sekunden später auch gelang…. Doch trotzdem war das Bad bereits geflutet. Typisch Tamara, nur mir kann das passieren. Ich suchte den Spühlknopf also weiterhin und war dabei weniger experimentfreudig als noch vor 10 minuten…. Schliesslich, nach wirklich geraumer Zeit wurde ich fündig: die Spülung ist nicht ein Knopf sondern ein Hebel hinter der WC Schüssel…. Als dann genau das geschah, was ich erwartet hatte, eben die Spülung zu spülen begann, war ich sehr froh und musste wirklich laut lachen….

Noch mehr musste ich mein Lachen in der Synthes in Tokyo verkneiffen…. Hier gibt es noch einen weiteren Knopf: mit „flushing sound“ ist er angeschrieben. Doch aufgrund meines Erlebnisses vom Vorabend, wollte ich kein Risiko mehr eingehen und nicht herum experimentieren. Doch dann kam noch jemand anders in die Toilette und ich konnte im ersten Moment nicht glauben was ich hörte: der Flushing sound wird betätigt, damit man sonst nichts hört. Die Frau betätigte also diesen Sound und erledigte ihr Geschäft. Und der Sound tönt wirklich, wie wenn gespühlt wird. Aber es ist nur eine Atrappe um die anderen Geräusche zu übertönen. Ich konnte mein Lachen kaum verkneifen und fand es witzig, was in Japan alles erfunden und genutzt wird. Selbstverständlich war auch auf diesem WC der Ring geheizt, das ist wohl Standard in Japan und die Spülung war wieder hinter der Kloschüssel zu finden, tja, man lernt schnell…

So, nun ist Schluss mit peinlichen Stories… Heute werde ich noch ein Training abhalten und morgen weiss ich leider noch nicht so genau was läuft… Am Samstag dann, fliege ich wieder nach Hause! Freue mich sehr und kann es kaum erwarten in den Flieger einzusteigen bzw. in Zürich zu landen. Zwei Wochen waren doch eine lange Zeit und vor allem war es eine anstrengende Zeit. Ich habe viel erlebt und gute Erfahrungen gemacht aber jetzt bin ich wirklich froh, wieder heim zu kehren!

Wie läuft es bei euch in der Schweiz? Any News? Wie ist das Wetter? Kann ich mich auf warme Temperaturen und schönes Wetter freuen?

Wir sehen uns in der Schweiz!

Bis bald!
tämi

Montag, 23. Juli 2007

From Shanghai to singapore

S’Reisefüdle mäldet sich wieder vom angere ändi vor wält!

Es sind war nur ein paar Tag vergangen seit meines letzten Berichtes, doch es gibt wieder einige interessante Geschichten zu erzählen…

Am Freitagabend hatten wir wieder einen social event. Ich ging nicht wie geplant nur mit Emmanuell essen, sondern mit der Belegschaft von Hong Kong und noch einigen aus Taiwan, welche am Freitag einen Sightseeing-Day einlegten. Diesmal gingen wir ans andere Ende der Stadt. Wie gewohnt holte uns ein privater Chauffeur vom Hotel ab.

Ach ja, als wir in der Lobby auf den Chauffeur warteten, wurden wir Zeuge einer Heirats-Zeremonie! Unglaublich, aber die Shanghaianer heiraten nicht wie wir in der Kirche sondern in einem Raum eines öffentlichen Gebäudes. So entfällt beispielsweise auch die Kirchenzeremonie. Bei dieser Heirat geht es einzig und allein nur ums gemeinsame Essen und trinken (die Trinkgewohnheiten kennt ihr ja bereits…). Die Braut erscheint übrigens nicht in weiss wie bei uns, sondern traditionell in rot gekleidet!

Wir stiegen also in das Auto ein. Die Leute von Hong Kong waren Casual gekleidet. Zum teil sehr casual… der eine erscheinte sogar in kurzen Jogging-Hosen und Turnschuhen… Das sah schon ein wenig lustig aus….
Der Abend im Restaurant lief wie gewohnt ab…. In der Mitte des Tisches war eine drehbare Glasplatte wo das essen darauf gestellt wurde (wie beim ersten Abend). Es wurden ca. 13 Teller mit Essen auf die Platte gestellt. Sobald jeweils ein Teller leer war, wurde dieser durch einen anderen (auch mit anderen Inhalt) ersetzt. Es ist wirklich lustig chinesisch zu essen…. Da gibt es Nudeln, dann Früchte, dann wieder Fleisch und dann wieder Süssigkeiten und dann beginnt die Story von vorne…. Also kein wirklicher Ablauf wie wir das kennen. Hauptsache man isst alles durcheinander. Es schmeckte auch diesen Abend vorzüglich… Das Quallengehirn kannte ich ja bereits… aber diesmal probierte ich etwas anderes…. Etwas neues…. Es waren dicke Eier. Also die Eier waren in zwei mal gehälftelt wie wir das kennen. Aber sie sahen ganz anders aus. Das gelbe vom Ei war noch zu erkennen aber nichts vom weissen zu sehen. Das weisse vom Ei war schwarz! Ich weiss nicht was die mit diesen Eiern gemacht haben. Sie sahen auf alle Fälle nicht verlockend aus…. Doch ihr kennt mich ja, ich musste auch diese probieren und sie schmeckten wirklich gut! Salzig und gut…

Anschliessend ging ich zurück ins Hotel. Das war wieder einmal ein lustiger Abend. Am nächsten Tag war Samstag. Ein freier Tag für mich! Even Xu unterbreitete mir das Angebot, eine Sightseeing-Tour für mich zu veranstalten. Dieses Angebot nahm ich natürlich dankend an und freute mich sehr auf den Tag!

Um 10.00 Uhr gings los. Even hatte für den ganzen Tag einen Fahrer mit Auto gemietet. Es ist wirklich anders, eine Stadt mit Fahrer zu geniessen! Ein Anruf genügt und der Fahrer kommt und bringt und dorthin wo wir wollen…. Es ist also kein Schritt zu Fuss zu gehen, worüber ich eigentlich dankbar war, denn es war doch sehr heiss (36Grad und 74% Luftfeuchtigkeit)! Dies trieb mir trotz Fahrer des öfteren den Schweiss in die Stirn.

Erste Station war das Stadtmuseum. Eigentlich bzw. sehr interessant, wenn man Chinesisch verstehen könnte… Doch zu sehen gab es trotzdem einiges: Teller von 1600 bis heute, Tassen von 1600 bis heute, Briefbeschwerer von 1600 bis heute, Figuren, Bilder, Schriftzüge…. Jeweils in der Ausführung von 1600 bis heute…. Naja, ich gebe ja zu, nicht gerade mein Favouritengebiet aber trotzdem amüsant…. Nach dem Museum brachte uns der Driver nach Pudong, das ist der Stadtteil auf der anderen Seite des Flusses. Dort besuchten wir den TV Turm. Im Restaurant genossen wir das Mittagessen und die wunderbare Aussicht! Die Plattform dreht sich in einer Stunde um die eigene Achse. Also sehr gemütlich hier zu sitzen, das essen und die Aussicht zu geniessen! Ach übrigens ein neues Frams-erlebnis: es gab Hühnerfüsse! Ja, ihr habt richtig gelesen, nicht Hühnerschenkel, sondern Hühnerfüsse…. Ganz speziell…. Besonders speziell, da der Fuss ja aus nichts anderem besteht als aus Knochen und Haut. Darum ist wohl gerade die Haut des Fusses besonders interessant zu essen. Ich probierte natürlich.
Anschliessend besuchten wir das Aquarium…. Es war interessant, vielleicht nicht ganz so interessant wie das Aquarium in Sydney oder andere, aber trotzdem sehenswert. Unglaublich waren die vielen Leute…. China hat sonst schon so viele Leute aber heute war natürlich auch noch Samstag, was die Besucherzahl unglaublich in die Höhe schlug… Tja, so lange verbrachten wir dann auch nicht im Aquarium, es war einfach zu voll….

Anschliessend brachte uns der Fahrer zu einem Markt…. Es war eine Art Sonntagsmarkt oder Souvenirsmarkt. Die Souvenirs waren für mich weniger interessant: ich empfand die Güter eher als Ramsch und Kram: Katzen die winken, Grillen die grillen, Schmuckkitsch etc. Nichts, dass man sich als Andenken anschaffen könnte! Wirklich gar nichts!
Wir besuchten dann noch den Tempelgarten, in welchem MAN und FRAU sich leicht verirren kann… Egal, auch dann ist irgendeinmal der Ausgang zu finden…. Obwohl, wir standen dann ganz an einem anderen Ort als wir eintraten.
Wir schlenderten noch ein wenig durch die Gassen…. Spannend… irgendwo fand ich so eine Art ein Kasperli Theater. Man konnte sich hinsetzen und durch ein Guckloch gucken… hinter dem Guckloch sah man verschiedene Bilder welche nacheinander gezeigt wurde. Es war wohl so eine Art Geschichte. Um was es sich dabei genau handelte, weiss ich noch heute nicht. Ein Man, welcher die Bilder hin und her schaltete, erzählte die Geschichte. Es war lustig, ich verstand kein Wort aber er machte lustige Gesten und gab lustige Laute von sich. 3 Minuten später war der Spuck vorbei, die nächsten Leute nahmen Platz. Ich weiss nicht genau, wie viele male der Man die Geschichte pro Tag erzählt, aber schon das Kopfrechnen wird schwierig, wenn man bedenkt, dass er ca. alle 5 Minuten diese 3-minütige Geschichte erzählt.

Wir riefen wieder unseren Driver an, welcher uns an der Kreuzung auflud. Nun fuhren wir zum shoppen. Im H&M schauten wir uns ein wenig um…. Doch leider auch hier hatte es sooo viele Leute, dass das Shoppen überhaupt keinen Spass machte. Also entschlossen wir uns kurzerhand für eine Fussmassage. Der Driver brachte uns selbstverständlich zum Ort, wo dieser Service zu kaufen ist. Für gerade mal umgerechnet 6 Franken erhielten wir eine 1-stündige Fussmassage. Das anschliessende Fussbad im Rosenwasser sowie der Tee war inbegriffen! Das hat riesen Spass gemacht und tat unseren Füssen unheimlich gut!

Bald wurde es dunkel draussen. Der Driver fuhr uns zu einem Nudelrestaurant, ein Restaurant indem wirklich nur Nudeln serviert werden (die teuerste Portion zu 3 Fr.!). Es war einfach lecker!

Anschliessend gingen wir zum Fluss, obwohl das ein wenig geblufft ist, denn der Driver fuhr uns dahin  und machten es uns in einem Starbugs Kaffee gemütlich. Hier genossen wir den wunderbaren Ausblick auf die toll beleuchteten Hochhäuser (Zur Info: In Shanghai gibt es ungefähr 3000 Hochhäuser!) auf der anderen Seite des Flusses. Wir quatschten bei einem Milchshake und einem Fruchtsaft. Es war sehr interessant, die Ideeen, die Kultur und andere „komische“ Dinge über China von Even zu erhalten. Mit ihr habe ich eine gute Freundin gewonnen. Doch plötzlich war es vorbei mit der netten Stimmung: es donnerte heftig und wir machten uns auf in Richtung Strasse. Leider erreichten wir die Strasse nicht bevor der Regen kam. Und der Regen kam. Und wie er kam…. Wir rannten keine Minute durch den Regen zur Strasse schon waren wir durch und durch nass. Mit nass meine ich wirklich „pflotsch“ nass… Als wir bei der Strasse angekommen waren war ich geschockt: die ganze Strasse war bereits mit ca. 5cm Wasser gefüllt und machte auch vor meinen Turnschuhen keinen Halt. Zum Glück hatten wir ja den Driver, obwohl, es machte keinen Unterschied, wir waren ja eh schon klitschnass… Im Auto lief natürlich die Klimaanlage…. Auf der Fahrt ins Hotel, welche diesmal über eine Stunde dauerte, fror ich am ganzen Körper und war heilfroh, endlich im Hotel zu sein.

Am nächsten Tag, es war Sonntag, holte mich Even vom Hotel ab. Diesmal führte sie mich aber nicht auf eine Sightseeingtour sondern zum Flughafen. Mein Flug ging um 11.00 Uhr und dauerte 5h. Der Flughafen von Shanghai ist unglaublich mühsam. Ich bin bald 2h angestanden… es begann beim einchecken, ziehte sich hin bis zum Zoll, welcher aus 3 verschiedenen Parts bestand. Ich musste mich natürlich, wie alle anderen auch, immer hinten anstellen. Unglaublich mühsam. Als ich dann noch das Flugzeug bestieg und erkannt, wie eng die Sitze aufeinander gereiht waren, war ich umso mehr froh, am Nachmittag in Singapore landen zu können.

Hier in Singapore hat alles prima funktioniert. Ich konnte mein Gepäck ganz schnell vom Förderband nehmen und der Driver vom Hotel erwartete mich auch schon in seinem Mercedes. Hier in Singapore bin ich im Sheraton Towers Hotel untergebracht. Ein recht nobles und bekanntes Hotel (es ist auf jeden Fall in meinem Reiseführer erwähnt). Auf der Fahrt glaubte ich es selber kaum, noch vor vier Jahren, als ich das letzte Mal hier war (während meiner Reise nach Australien) hätte ich mir nicht ausmahlen können, vier Jahre später für einen Businesstrip zurückzukommen und sogar im Sheraton zu übernachten!

Heute begann das Training in der Synthes Office um 8.00 Uhr. Es ging alles gut und die Leute sind wahnsinnig freundlich und aufgeschlossen. Sie trauen sich, Fragen zu stellen und Witze zu machen und sie trauen sich ebenfalls über die Materie zu diskutieren. So macht es auch mir einen riesen Spass! Und wenn ich dann noch ein gutes Feedback erhalte, was ebenfalls der Fall war, dann bin ich mehr als zufrieden.

Morgen werde ich nochmals ein Training leiten, dann werden die Leute aus Malaysia anwesend sein. Bin sehr gespannt. Ebenfalls werde ich morgen abend meine Freundin Sabine treffen, welche zufälligerweise auf der Durchreise ist ihrer Weltreise (sie ist seit Oktober letzten Jahres unterwegs). Ich freue mich sehr sie zu treffen und bin auf ihre Geschichten gespannt.

Am Mittwoch fliege ich dann weiter nach Japan, welches meine letzte Destination sein wird. Trotz der vielen interessanten Erlebnissen und Eindrücke freue ich mich wahnsinnig, wieder nach Hause zurück zu kehren. Man glaubt es nicht, aber ich habe grosses Heimweh….

Bis bald!
tämi

Freitag, 20. Juli 2007

First Part of Roll Out in Asia: Sydney and Shanghai

Hallo zäme!

Ich hoffe, euch geht es allen gut und ihr verbringt schöne und heisse Tage in der Schweiz (obwohl, es ist mir zu Ohren gekommen, dass es wieder regnen soll…)
Ich habe mir gedacht, euch ein paar Zeilen von mir und meinem Business Trip zu schreiben… Ich habe bereits schon einiges erlebt, obwohl ich noch nicht einmal eine Woche unterwegs bin…. Aber Asien ist eben anders als Europa, viel anders….

Am Samstag, 14. Juli 2007 begann meine Reise nach Asien…. Es war wahnsinnig hart für mich… schliesslich bin ich erst seit vorgängigem Montag zu Andy gezogen und statt unsere Ferienwoche geniessen zu können, hatten wir zu „zügeln", Wohnungen zu putzen etc. Statt die Zeit also mit ihm geniessen zu können und mich richtig einzuleben, musste ich schon bald meine Koffer packen… Der Abschied viel mir sehr schwer…

Im Zug dann war mir überhaupt nicht mehr gut zu Mute…. Ganz alleine in diese fremden und grossen Länder zu reisen und für das ganze Roll Out für unser neues System in Asien verantwortlich zu sein – dieser Aufgabe fühlte ich mich nicht gewachsen. Um 17.02 fuhr also mein Zug in Solothurn los. In Zürich konnte ich zum Glück noch kurz meine Schwester treffen, welche gerade von ihren Ferien zurückkehrte, was mir sehr gut tat. Anschliessend gings dann schon zum Eincheckschalter. Es war mir gar nicht bewusst, wie praktisch es ist, wenn man mit Business Class fliegen kann…. Das fängt nämlich schon beim einchecken an! Ich musste nicht anstehen, und wurde subito bedient. Mir wurde alles genau erklärt und es wurde sogar nachgefragt, ob ich noch Fragen oder Wünsche hätte….

Auch beim Einsteigen lief alles wie geschmiert: separater Eingang, direkte Bedienung und kaum im Sitz Platz genommen, erscheint auch schon eine Stewardess mit Saft und Cüpli… man fühlt sich also wie ein König….
Leider blieb mir aber der Fehlstart in Zürich trotz Business nicht erspart… es war ein komisches und ungutes Gefühl, und keiner erklärte, wie und warum das geschehen ist… egal, beim 2. Versuch klappte es dann und schon waren wir hoch oben in den Lüften…. Kaum gestartet, kaum auch schon meine persönliche Stewardess herbeigelaufen und wollte mich bedienen. Es gab eine Speisekarte wie im Restaurant… ein 4-gang menu war angesagt…. Und dazu gabs Chateau-neuf du pab (weiss nicht einmal wie man das richtig schreibt… J ). Ich genoss auf jedenfall den Service und liess mich bedienen…. Nach 11 stunden Flug landeten wir dann in Seoul…. Ich hatte einen 6stündigen Aufenthalt vor mir…. Eigentlich eine langweilige Sache, aber nicht, wenn man mit Business fliegt!!! Da gibt es spezielle Business-Lounges wo man mit dem entsprechenden Flugticket Eintritt hat… ich nutzte natürlich die Gunst der Stunde und machte es mir in den bequemen Sesseln gemütlich… Internet und Food includet! Es gab ein Buffet mit sushi! As much as you can eat! Das liess ich mir auf keinen Fall entgehen und bediente mich… Zu trinken gabs was das Herz begehrt…. Von Mineralwasser über Süssgetränke bis hin zu Wein und Schnäpsen! So wurde der 6stündige Aufenthalt zu bald zu kurz und ich musste bereits wieder ins Flugzeug steigen um nach Sydney zu fliegen…

Ein nochmals 10 stündiger Flug stand mir bevor… dieser war aber erheblich anstrengender und kam mir viel länger vor…. Um 06.00 Uhr Ortszeit am Montagmorgen kam ich dann in Sydney an…. Nun seit über 24 h unterwegs war ich etwas geschafft…. Als ich dann noch das Förderband sah mit den Koffern welches von 4! Flugzeug bedient wurde konnte ich bald nicht mehr und als ich dann mit meinem Koffer (welch ein Glück diesen gefunden zu haben!) am Zoll anstand wäre ich am liebsten wieder direkt nach Hause geflogen…. Sehr anstrengend die ganze Angelegenheit…. Nach 1stündigem Anstehen kam ich dann endlich dran… zum glück konnte ich meine importierte Schokolade mitnehmen (die Asiaten an meinen Trainings hätten gar nicht Freude gehabt, wenn ich keine Schokolade mitgebracht hätte). Am Ausgang holte mich dann Jörg Brunner, ein Schweizer welcher zur Zeit in Australien arbeitet, ab. Ich war sehr froh! Wir tranken noch einen Kaffe und schon gings dann mit dem Zug los Richtung Office. Es war kalt! Man war das kalt! Gerade mal 5 grad waren zu messen! Im Office schlüpfte ich in meine Business-Kluft und dann begannen wir die Trainingsessions vorzubereiten. Um 12.30 Uhr war dann das erste Training mit 17 Nasen im Raum…. Es ging zum Glück alles sehr gut und ich war mit meiner Leistung zufrieden. Anschliessend durfte ich dann in mein Hotel mich zurück ziehen. Ich war wahnsinnig froh darüber, schliesslich hatte ich seit bald 35 stunden kein Bett mehr gesehen. Im Hotel nahm ich noch ein Bad, konnte mich einfach nicht wärmen, das war so kalt und nirgends in den Räumen war geheizt. Am nächsten Tag hatte ich am Morgen eine weitere Trainingssession… Am Nachmittag war dann noch die Diskussionsrunde bis ich dann um 16.00 Uhr das Office verlassen konnte. Zurück im Hotel war ich dann erst um 17.00 Uhr, als es schon bald dunkel war…. Ich brachte nur schnell meine Unterlagen auf mein Zimmer und machte mich auf den Weg für in die Stadt. Leider nichts mit schönen Fotos, da es schon dunkel war. Mit shoppen war leider auch nichts, die Läden hatten bereits geschlossen und mit umherlaufen war leider auch nicht viel: es war einfach zu kalt. Also ging ich etwas essen und dann wieder zurück ins Hotel…

Am nächsten Tag musste ich um 9.00 Uhr mein Hotel mit samt Gepäck verlassen… ich flog von Sydney nach Shanghai… wieder ein 10 stündiger flug…. Aber auch hier konnte ich Business Class geniessen, an was ich mich schon sehr gewöhnt habe….
In Shanghai holte mich Even Xu vom Flughafen ab. Sie kümmerte sich rührend um mich, hat mir eines der besten Zimmer im Xjingjiang Hotel reserviert und den Transfer vom Flughafen zum Hotel organisiert. Ich kam dann ca. um 10.00 Uhr am abend im Hotel wieder einmal todmüde an… Even regelte noch alles für das Zimmer, begleitete mich zum Zimmer und verabschiedete sich dann von mir.

Ich wohne nun im 31. stock. Im 34. Stock gibt es ein spezielles Restaurant für mich, wo ich mein Morgenessen einnehmen kann. Even hatte mir tatsächlich ein Exclusiv Raum reserviert! Das heisst, persönlicher Service, Suite mit Wohnzimmer, spezielles Restaurant etc. Unglaublich, bin mir das überhaupt nicht gewohnt…. Auch diese Nacht schlief ich wieder gut.
Am nächsten Morgen gings dann um 8.00 Uhr los. Ich wurde bei der Lobby abgeholt. Vorher nahm ich aber noch ein Frühstück zu mir: Lachs, verschiedene Brote, Früchte (ich glaube, China ist das Land der Melonen… was die für Sorten kennen…. Da konnte ich keine Faszination dafür entwickeln… J ), frische Fruchtsäfte etc. waren ein riesen highlight. Im Office, 15 Autofahrminuten vom Hotel entfernt, machte ich mich an die Vorbereitung für das Training. Heute hatte ich 22 Leute am Tisch alle aus China selber und aus Taiwan angereist…
Hier ist alles anders… Zu beginn sind viele in einer Schlange vor mir gestanden und haben mir ihre Business Card (Visitenkarte) überreicht. Auch ich musste ihnen meine reichen! Dies gehört zum guten Geschäft. Erst dann wird miteinander gesprochen! Ach ja, niemals eine Visitenkarte mit einer Hand entgegen nehmen oder entgegenstrecken! Das ist unsanständig und ungezogen! Der Regional Manager hat dann das Wort ergriffen, worüber ich ziemlich froh war! Anschliessend durfte ich mich vorstellen… alle haben geklatscht!!! Ich war sehr erstaunt… kannte dies eigentlich nur aus witzigen Filmen J Anschliessend hat sich jeder selber vorgestellt, wobei einige so scheu waren, dass Sie ihren Chef ansehen mussten und dieser dann die Leute vorstellen musste. Anschliessend wurde natürlich wieder geklatscht. Es ist alles wirklich ganz anders hier. Hier spricht niemand, wenn man nicht gefragt wird, die Leute sind scheu und haben immer das Gefühl, etwas falsch zu machen…. Wenn die Leute yes sagen, dann meinen sie damit nicht, dass sie meine Ausführungen verstanden haben. Für uns Europäer ist das schwierig verständlich und wir haben das Feeling nicht zu merken, wann jemand etwas begriffen hat und wann nicht. Gerade dieses Feeling wäre für mich wichtig gewesen. Doch es haut auch so geklappt, und wir hatten eine gute Schulung veranstaltet! Die Leute waren zufrieden und sehr dankbar.

Am Abend hatten wir dann einen social event! Mit den Chinesen, Taiwanesen, den angekommenen Koreaner und den Leuten aus Hongkong gingen wir essen. Ich ass Dinge, die ich in meinem Leben noch nie probiert hatte… Frösche, knackiges Gehirn von Quallen etc. Was sonst noch im essen drin war, weiss ich auch nicht… auf jeden Fall war es eine gute Erfahrung und das meiste davon hat mir geschmeckt! Ach ja, da gibt es noch ein Weingeschichte: Die Asiaten geniessen den Wein nicht so, wie wir das tun. Es gab mal ganz ein kleines Glas mit Wein (ausser die Manager erhielten ein grosses!). Ich wunderte mich sehr und dachte, dass ich mich wohl mit diesem Glas für den Abend zufrieden geben muss. Aber falsch gedacht! Das Weinglas wurde nach dem Anstossen (und dies wurde sehr oft zelebriert) jedes Mal gelehrt!!! Plötzlich waren dann die scheuen Chinesen nicht mehr so scheu und wurden sehr gesprächig…. Ich habe mich sehr amüsiert! Neben mir sass Lai Gail… Sie hat viel getrunken und fragte mich plötzlich: „Why I’m so drunk?" Es war wohl offensichtlich, wieso sie etwas betrunken war…. Aber sie fand es lustig und ich dann auch. Sehr sogar…. Interessant war auch, dass die scheuesten Chinesen aus dem Training vom Nachmittag die waren, die am meisten auf die Leute aus den anderen Ländern zugingen und anstossen (bzw. natürlich trinken) wollten. Aber man darf auch hier nicht vergessen, bevor dies geschah, wurden zuerst die Business Cards ausgetauscht! Ansonsten wird mit dieser Person nicht gesprochen oder getrunken! Wir assen und unterhielten uns sehr gut! Es war sehr interessant für mich andere Kulturen und Meinungen zu hören.
Anschliessend gingen wir dann noch weiter in eine Bar. Vorallem die Koreaner liebten das trinken und das rauchen! Soviel ich weiss, waren auch sie diejenigen, die nach dem Event in der Hotelbar noch eins, zwei über den Durst genommen haben, während andere (mich inklusive) sich aufs Zimmer begaben und schlafen gingen.
Der Abend war wirklich sehr amüsant. Ich war wahnsinnig froh, sind wir nicht noch in eine Karaokebar gegangen, denn dies ist hier wahnsinnig inn! Aber das blieb mir zum Glück ersparrt!
Heute starteten wir nun um 7.30 Uhr mit den Trainings…. Auch dieser Tag wäre geschafft…. Morgen habe ich dann einen freien Tag. Even hat mir angeboten, mir die Stadt ein wenig zu zeigen, was ich sehr gerne annahm. Ich bin nun auf den morgigen Tag sehr gespannt und freue mich, die Stadt ein wenig kennen zu lernen. Bevor ich aber diesen Tag geniessen kann, habe ich heute Abend noch ein Essen mit dem Regional Manager. Er will noch mit mir über das Training diskutieren und einige Vorschläge betreffend Inhalt unseres Systems einbringen….
So, nun habe ich viel von meiner Seite berichtet! Ich bin überzeugt, dass es auch aus Singapore und Tokyo, diese Städte werde ich nächste Woche besuchen, vieles zu berichten gibt!

Machts gut und bis bald!

tämi